Endlich Sommerferien!
Cocuy
Juni
Cocuy
Juni
Der Dorfplatz von Cocuy. Kurz bevor Deutschland aus der WM ausscheidet,
beginnen wir mit dem Aufstieg. Meine vierte Tour in den Nationalpark.
Das Milchauto bringt uns um 6 Uhr morgens die ersten 20 km den Berg hinauf. Leider haben wir wenig Glück mit dem Wetter. Es regnet zwei Tage, die wir essend und wartend im Zelt verbringen so unermüdlich, dass wir uns schweren Herzens entschließen umzukehren.
Wir schultern unsere Rucksäcke mit Essen und Kletterzeug, das für die Besteigung des "Castillo" eingeplant war und fassen um 11 Uhr den tollkühnen Entschluss uns zu Fuß auf den Weg ins knapp 30 km entfernte Cocuy zu machen. Völlig erschöpft erblicken wir um 19 Uhr die ersten Lichter des Dorfs.
Pazifikküste
Nun soll es ins Warme gehen! Von Buenaventura aus fahren wir, zusammen mit neun anderen Passagieren, jeder Menge Lebensmittel, die Teil eines Hilfsprogramms der Regierung sind, und ca.200 Küken auf einem kleinen Frachter die Pazifikküste entlang.
Das Boot lädt zwischendurch immer wieder Ware ab. Eine willkommen Verschnaufpause, denn der Motorgestank ist enorm.
Nach 28 Stunden erreichen wir das Dörfchen Nuqui. Dort werden unsere Mitreisenden, vor allem ein Mädchen mit ihrem Säugling und die Waren freudig in Empfang genommen.
Unsere erste Nacht verbringen wir vor einem Militärstützpunkt. Nach einem gemeinsamen Frühstück bietet der Kommandant an, uns mit seinem Schnellboot in den Nationalpark Utria mitzunehmen.
Uns flattern die Ohren als der junge schwarze Steuermann das Boot aufs offene Meer zusteuert. In wenigen Minuten lassen wir Nuqui weit hinter uns. So schnell ist das Boot, dass wir einen Buckelwal mit Jungtier überfliegen!
Auch das Schnellboot legt, sehr zur Verärgerung des Steuermanns der die Ebbe fürchtet, zwischendurch an. Der Kommandant verteilt Bonbons, wir sind fasziniert von den Menschen, die so ganz anders leben als wir in Bogotá.Im Nationalpark angekommen, treffen wir wieder auf Militär. Gesellschaft leistet den jungen Soldaten dieser Papagei. Die Landschaft ist bezaubernd, aber angesichts der Übernachtungspreise im Parkhotel mahnt unser Geldbeutel zum baldigen Aufbruch.
Nach abenteuerlichem Dschungelmarsch auf einem Schlammpfad erreichen wir am nächsten Tag die Schildkrötenstation. Sie liegt nahe dem Dorf "El Valle" an einem malerischen dunkelbraunen Strand über den außer tausenden von roten Krebsen kaum jemand huscht.
Hier verbringen wir bei Jose und seiner Frau, die nachts ausziehen um Schildkrötengelege -die hier gegessen werden- zu suchen und in Sicherheit zu bringen, eine herrliche Ferienwoche.
Wenn Joses kleine Neffen hier am Strand am Vormittag Glück beim Angeln hatten werden wir mit Fisch verköstigt. Dazu gibt es Reis und Kochbananen direkt von Baum.

Jayder, der jüngste Sohn unserer Gastfamilie, freut sich sehr über unsere Gesellschaft und gewinnt gegen Jaime haushoch im Murmelspiel. Er bringt uns bei wie wir die noch grünen Kokosnüsse öffnen und deren leckeren Saft trinken können, wir lassen ihn in unserem Zelt spielen. Er schlüpft mit sandigen Füßen hinein, macht dem Reißverschluss zu, hüpft ein bisschen herum, Reißverschluss auf, zu, auf zu...

Jayder, der jüngste Sohn unserer Gastfamilie, freut sich sehr über unsere Gesellschaft und gewinnt gegen Jaime haushoch im Murmelspiel. Er bringt uns bei wie wir die noch grünen Kokosnüsse öffnen und deren leckeren Saft trinken können, wir lassen ihn in unserem Zelt spielen. Er schlüpft mit sandigen Füßen hinein, macht dem Reißverschluss zu, hüpft ein bisschen herum, Reißverschluss auf, zu, auf zu...

Fast alle Familien in "El Valle" leben vom Fischfang und dem was rund das Dorf wächst. Reis, Kochbananen und Kokosnüsse.
An der Pazifikküste leben, anders als im übrigen Kolumbien, sehr viele Schwarze (90%). Sie sind die Nachfahren von Sklaven und leben in "EL Valle" in Holzfahlbauten Tür an Tür mit Familien der indianischen Urbevölkerung. Die Lebenserwartung ist in der Pazifikregion geringer, die Geburtenrate deutlich höher als im Rest des Landes.
Erstaunt stellten wir fest, dass die indianischen Kinder nie mit den schwarzen Kinder spielen. Sie sind, wie dieses Mädchen, stets ernste, wachsame Beobachter des Geschehens. Wir erfuhren nicht in welcher Beziehung die beiden Bevölkerungsgruppen zueinander stehen oder ob sie wirklich so wenig Kontakt zueinander haben wie es den Anschein machte.

Aufgebrochen waren wir mit unterschiedlichen Bildern, welche wir mit diesem, von Touristen wenig bereisten Gebiet verbanden, den Informationen meines dt. Reiseführers und einer guten Portion Optimismus. Jaime hat seine Kindheit auf verschiedenen Höfen, die zum Teil in von der FARC, zum Teil in vom Paramilitär gesetzten Gebieten lagen, verbracht. Wir wussten, dass es im ganz in der Nähe gelegenen Chocó immer noch sehr gefährlich ist. Während der zwei Tage in Buenaventura, in denen wir vergeblich auf ein Schiff warteten und der sinnflutartige Regen nicht aufzuhören schien, waren wir nahe daran umzukehren. Zum Glück kam dann doch noch dieser Frachter. Und hatten wir erst geglaubt die Menschen würden sich uns in der Absicht nähern, uns hinter der nächsten Hausecke ein Messer an den Hals zu halten, begriffen wir nach und nach dass sie dies aus Interesse und Hilfsbereitschaft taten.
Die Schönheit der Natur, fernab der Zivilisation und die Offenheit und Lebensfreude der Menschen, welchen wir auf unsere Reise begegneten beeindruckten mich tief.
Boulderwettkampf in Ibague
September
Silvio, Nicolas, Jorge und Carolina
Der war ja nicht so schwer;)
Die bogotaner Klettertruppe
Experimente mit Matias Vater, dem Physiker
Oktober
Oktober
Laternenfest
November
November
Biopark "La Reserva"
Das Konzept, den Besuchern die verschiedenen Ökosysteme des Landes in einem Park entdecken zu lassen überzeugt uns. Ich bin begeistert mir welch einfachen Mitteln am Rand von Bogotá dieser bemerkenswerte Garten geschaffen wurde.
Adventszeit, Regenzeit
Dezember
Der Regen scheint an manchen Tagen kein Ende nehmen zu wollen.
Schon in wenigen Tagen werde ich mich aufmachen nach Deutschland. Sind die Kinder endlich in die Ferien entlassen freue ich mich auf Schnee, Plätzchen, Glühwein und Abende bei Kerzenschein. Habt eine schöne letzte Adventswoche und behagliche Feiertage,
eure Judith
eure Judith
Ein alter Mann mit weißem Haar,
verbringt Advent auch dieses Jahr
voll Hoffnung auf die Weihnachtszeit
und seine Kinder, die sooo weit.
In seiner stillen, alten Klause
hofft er auf Trubel dann im Hause.Er hofft auf Enkel, Tochter, Sohn,
die nun seit vielen Jahren schon
nur selten auf Besuch erscheinen,
um die Familie zu vereinen.
Er hofft auf frohes Kinderlachen,
will selber ihnen Freude machen,
er hofft auf eine Weihnachtstanne,
auf Lichterglanz und Teepunschkanne.
Da kommt ein Brief: "Wir kommen nicht!
Die weite Fahrt -- aus unsrer Sicht --
die lohnt sich nicht.Doch wünschen wir Dir alles Gute.
Das Hänschen kriegt diesmal die Rute,
weil es so oft die Ruhe stört
und nicht auf unsre Worte hört."
Am Heiligabend, so um zwei,
sagt Hans bei Tisch ganz nebenbei:
"Was mag denn wohl der Opa machen?
Der hat doch sicher nichts zum Lachen!
Der wird heut' Abend einsam sein....
Seid Ihr im Alter auch allein?"
Der Vater sieht die Mutter an.
Die nickt ihm zu, steht auf ....und dann...
sagt Vater zu dem kleinen Hans:
"Den Stollen und die Weihnachtsgans
gibt's diesmal, wo der Opa wohnt....
ich meine, daß die Fahrt doch lohnt."Der alte Mann mit weißem Haar
hört's draußen klopfen: "Ist das wahr?!
Kann ich mich heute doch noch freu'n
und brauche nicht allein zu sein?"Der Weihnachtsbaum ist schnell geschmückt
und drunter, aus der Krippe, blickt
am Abend froh das Christuskind:
Es sieht, daß alle glücklich sind
von Arnold Kirchner






















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