Sonntag, 13. Juni 2010

4. Rundbrief aus Kolumbien

April 2010

Anfang April kamen meine Eltern mit Samba, lecker stinkendem Käse und anderen lange entbehrten Köstlichkeiten im Gepäck, für drei Wochen zu Besuch. Wir nutzten meine Osterferien an der Deutschen Schule für eine abwechslungsreiche Rundreise durch Kolumbien.

Unser erstes Reiseziel war die Kaffeezone. Dort wird etwa 10 % des weltweit konsumierten Kaffees angebaut.

Danach ging es weiter nach Medellin. Das ist die Geburtsstadt von Fernando Botero, einem hier bekannten Künstler, der eine Vorliebe für dicke Figuren hat.


Obstverkäuferin in Cartagena, einer wunderschönen Kolonialstadt an der Karibikküste.

Bootsfahrt von Cartagena zu unserem von Kokospalmen umstandenen Hotel auf der Isla Tierra Bomba.

Der Tairona Nationalpark. Hier verbrachten wir unsere letzte Ferienwoche. Die dicht bewachsenen Berge reichen bis ans Meer, welches sich wild an den Stränden bricht. Ein wunderschöne Landschaft! Vormittags stapften wir durch den Urwald, nachmittags erfrischten wir uns im Meer.

Kogi- Familie, die Ureinwohner der Sierra Nevada de Santa Marta, auf dem Weg nach Hause.

Neugieriger Titi- Affe

Von den Löchern dieser z.T. handgroßen Gesellen war des Boden so unterhöhlt, dass sie immer abtauchen konnten, bevor wir sie aus der Nähe betrachten konnten. Dieser Krebs verpasste den Augenblick in sein Loch zu verschwinden allerdings.

Das Öffnen der Kokosnüsse ist Übungssache. Man braucht etwas Geduld bis man die eigentliche Nuss mit der harten Schale, wie wir sie kennen, aus der zähen Fasernhülle die sie umgibt geschält hat. Aber allein die Gewissheit für den Notfall gerüstet zu sein, stimmte mich fröhlich. Für den Fall, dass es knapp werden würden, hatte ich also immer eine Nuss unterm Arm.

Mai 2010

Wettkampf in Pran Pared. Diese Kugel hatte ich immer gemieden und jetzt lief die erste Wettkampfroute ausgerechnet über sie hinweg.


Carolina und ich bei der Siegerehrung.


Zu Besuch auf der Finca von Jaimes Eltern leistete "Reina" mir Gesellschaft. Zum Glück machte sie ihrem Namen wenig Ehre, sodass es mit ihr nie langweilig wurde. Am liebsten klaute sie Essen von unseren Tellern und zwickte einen, wenn man vergaß ihr die gemessene Aufmerksamkeit zu schenkte, ins Ohr.


Zwar verbringe ich inzwischen nicht mehr jedes Wochenende in Suesca, genieße es dennoch immer sehr der Großstadt zu entfliehen und mir hier die Sonne auf den Rücken scheinen zu lassen. Eine Route ganz nach meinem Geschmack: große Felsplatte, kleine Struktur, noch ;) ohne Überhang.


Juni 2010


Jan und Matthias im Fußballfieber: "Judith du bist auch für Deutschland!"




Im Haus standen tagelang halbvolle Kartons herum. Wegen der Präsitdentschaftswahlen traten Sondergesetze in Kraft. So war es verboten Alkohol zu verkaufen, in der Öffentlichkeit zu konsumieren oder- man höre und staune- umzuziehen. Schließlich war es dann aber soweit, künftig könnt ihr mich in:


Carrera 74A No.168A 85

Apt.401 Int.2 Conjunto Delmonte

Bogotá, Columbia, Sur- America

besuchen.

Wem das zu weit ist, der kann am 7. August zu meinem Gartenfestchen nach Stuttgart kommen. Ich bin vom 28. Juli bis zum 26. August in Deutschland und freue mich riesig möglichs viele von euch zu sehen!


Eure Judith